Über mich ....

Lieber Bogensportfreund!

Mit den folgenden Zeilen erlaube ich mir, mich vorzustellen, und zu erzählen, wie es dazu kam, Bogenbauer zu werden.
Weiters ein paar meiner Gedanken zu Bögen und dem Bogenbau.

Mein Name ist Martin Röska. Ich bin verheiratet, und stolzer Vater von zwei Kindern. Ich wohne im niederösterreichischen Mostviertel. Wie fast jeder, habe ich als Kind mit selbstgebauten Bögen herumhantiert und viel Spaß damit gehabt. Diese Faszination hat mich nie ganz losgelassen, und seit einigen Jahren habe ich mit dem Bogenschießen begonnen. Für mich war klar, dass es ein selbstgebauter Bogen sein muss, denn mein erlerntes Tischlerhandwerk hat die beste Voraussetzung geboten, selbst Hand anzulegen. Bögen zu entwerfen und zu bauen bereitet mir große Freude und ist für mich zur Leidenschaft geworden.

Bald wurden andere Bogenschützen auf meine Bögen aufmerksam und haben mich gebeten, auch ihnen einen Bogen ganz nach ihren Wünschen zu fertigen. Die Dinge nahmen ihren Lauf und aufgrund der Nachfrage biete ich Bögen für Individualisten an. Ein Ciderbow wird nicht maschinell sondern einzeln von Hand, dem Kundenwunsch entsprechend, gefertigt. Jeder Bogen, der meine Werkstatt verlässt, ist etwas mehr als nur ein Sportgerät. Er ist für mich ein kleines Kunstwerk.

Oft wird über den perfekten Bogen diskutiert. Eine übereinstimmende Antwort lässt sich schwer finden. Hat doch jeder seine subjektive Meinung dazu. Es hat auch jeder Bogenschütze ein anderes Empfinden betreffend Zuggewicht, Handschock, Leistung, etc.

Bei meinen Bögen versuche ich vorrangig zwei Dinge umzusetzen:
Zum einen, der Massenträgheit im Wurfarm ein Schnippchen zu schlagen und im Griffstück dieses physikalische Phänomen gekonnt einzusetzen, und zum anderen durch die Bogenform einen weichen Auszug und schnellen Pfeil zu bekommen.

Die richtige Materialwahl ist das Zünglein ander Waage und spielt zu den oben genannten Dingen eine entscheidende Rolle. Bevorzugt verarbeite ich beim Bogenbau heimische Obsthölzer, da sich diese sehr gut eignen. Bei einem Ciderbow werden so gut es geht keine Furniere verwendet, sondern jedes einzelne Laminat wird aus dem massiven Holz herausgearbeitet. So denke ich, meinem Ziel „den Bogen“ zu bauen, so nahe wie möglich gekommen zu sein.

Für mich als Bogner ist es immer ein besonderes Erlebnis, einen Ciderbow bei Turnieren, am Einschießplatz oder bei einem 3D-Parcour in Aktion und den dazugehörigen Schützen mit einem Lächeln im Gesicht zu sehen. Das ist die beste Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.